Pope's Visit to University Cancelled

Country: Italy

Date of incident: January 17, 2008

Category: Government Restrictions

Attack against: Faith

Area of case: Private



Pope's visit to University La Sapienzia was cancelled because of anti-Catholic protests and false accusations that the Pope is not supportive of scientific discovery

The pope's visit to University La Sapienzia to open the academic year was cancelled because of anti-Catholic protests and false accusations that the Pope is not supportive of scientific discovery.
Italian daily „Corriere della Sera“ says, the winner isn't the laicite - but rather a "caricature of it, which is arrogant in its blind radicalism". Daily „Repubblica“ sums up: "Until yesterday we were a tolerant country." "Intolerance can never be allowed to remove someone's right to speak," said Walter Veltroni, the mayor of Rome, in his address to the university. "Less still if . . . it is Pope Benedict - a cultural, spiritual and moral reference point for millions."

Zenit reports: http://www.zenit.org/article-21501?l=english

See also: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7188860.stm

Summary of the case in German in Austrian Dialy "Die Presse":
Italien: Ein seltsamer "Sieg" der Wissenschaft
16.01.2008 | 18:44 |  Von unserem Korrespondenten PAUL KREINER (Die Presse)

http://diepresse.com/home/panorama/welt/religion/355907/index.do

Nach Protesten von Professoren und Studenten verzichtet Benedikt XVI. auf einen Besuch in der Universität La Sapienza in Rom. Grund: Ein Streit um die Inquisition.

ROM. „Ein Riesensieg für die Freiheit der Wissenschaft!“, schreien die einen. „Eine einzigartige Blamage Italiens vor aller Welt“, meinen die anderen. Nach anhaltenden Störmanövern hat Papst Benedikt XVI. seinen für heute Donnerstag geplanten Besuch an der römischen Universität „La Sapienza“ (Die Weisheit) abgesagt.

Renato Guarini, Rektor der mit 135.000 Studenten und 4500 Professoren größten Uni Europas, hatte den Papst geladen, beim Festakt zur Eröffnung des Akademischen Jahres zum Thema „Todesstrafe“ zu sprechen. Doch 67 emeritierte Physik-Professoren protestierten: „Papa Ratzinger“ sei untragbar, da er vor 17 Jahren den Inquisitionsprozess gegen Galileo Galilei „vernünftig und gerecht“ genannt habe: „Das beleidigt uns.“

Studenten formten den Protest zum Volksfest um. Sie riefen, bei Spanferkel und Süßwein („Vin Santo“), eine „antiklerikale Woche“ aus: „Befreit die Sapienza aus der Geiselhaft des Papstes!“ „Die Wissenschaft braucht weder Väter noch Priester!“ Man kündigte an, Benedikts Rede unter Lärm aus mächtigen Lautsprecherwagen zu ersticken und ein „Sit-in“ zu veranstalten vor dem Eingang zur Uni, gleich unter der bronzenen Statue der Minerva. Die antike Göttin der Weisheit sei nämlich das „Symbol freier Wissenschaft“.
  
„Sit-in“ beim Faschistendenkmal
Absurder ging es nicht: Mussolinis Faschisten hatten die Statue einst aufgestellt. Wie der Faschismus mit der „freien“ Wissenschaft umging, hätten die Studenten von Roms Juden und den alten kommunistischen Dissidenten hören können. Aber so genau wollten sie es nicht wissen. Die Professoren wieder hatten falsch zitiert: Ratzingers halber Satz zu Galilei gab nicht seine Meinung wieder, sondern war ein Zitat des österreichischen Wissenschaftstheoretikers Paul Feyerabend (s. „Hintergrund“). Auch hat die Kirche unter Ratzingers Federführung den vor 375 Jahren verurteilten Galilei längst rehabilitiert.

Umsonst wandten Politiker und Wissenschaftler ein, Wesen der Unis sei der freie Gedankenaustausch, umsonst machten sich selbst linke Philosophen wie Massimo Cacciari für die Redefreiheit stark. Die aber gelte nicht für den Papst, konterte Studentenführer Francesco Raparelli: Benedikt sei intolerant, ein Papst äußere keine Meinungen, er gebe Anweisungen.

Bestürzung im Land
Schließlich „verschob“ der Vatikan in der Nacht auf Mittwoch. Die Bestürzung im Land und in den Medien ist aber groß: Staatspräsident Giorgio Napolitano und Links-Premier Romano Prodi beschworen Italiens „Tradition der Toleranz“. Der bürgerliche „Corriere della Sera“ meint, gesiegt habe nicht der Laizismus, sondern „eine Karikatur, die arrogant ist in ihrer blinden Radikalität.“ Die linksliberale „Repubblica“ resümiert: „Bis gestern noch waren wir ein tolerantes Land.“

Article in LifeSiteNews.com
Rome Cardinal Calls for Faithful to Rally in Support of Pope Sunday -
MANASSAS, VA, January 16, 2008 (LifeSiteNews.com) -
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Cardinal Camillo Ruini, Vicar for the Diocese of Rome, has urged Catholics to rally in St. Peter's Square during Sunday's recitation of the Angelus as a powerful display of support for the Holy Father, whose visit to La Sapienza was canceled because of anti-Catholic protests and false accusations that the Pope is not supportive of scientific discovery.
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The unity of faith and reason has been a lifetime interest of Pope Benedict XVI and his predecessor Pope John Paul II, both of whom had been university scholars with great appreciation for higher education.  The noted philosopher Ralph McInerny has said, "It sometimes seems that the only voice insisting on the power of human reason is that of the Holy Father."

On the speech of the Pope (in German):
http://www.zenit.org/article-14235?l=german